Will an UKW festhalten: Radiopionier Roger Schawinski, hier in der Sendung «Gipfelstürmer» auf SRF.

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Roger Schawinski | 28.06.2024

«Der Bund und die SRG wollen die Transformation auf Teufel komm raus durchwürgen.»

Die Radioprogramme der SRG sind bald nur noch digital zu hören: Die SRG schaltet Ende 2024 UKW ab. Wer heute im Radio Nachrichten, Musik, Wetterprognosen oder Verkehrsmeldungen höre, tue dies mehrheitlich über DAB+ oder das Internet, teilte die SRG mit. Nur noch zehn Prozent der Schweizerinnen und Schweizer hören Radio über UKW. Deshalb schalte die SRG «die veralteten UKW-Antennen» per 31. Dezember 2024 ab. Radio-Pionier Roger Schawinski schüttelt über diesen Entscheid den Kopf. «Spätestens wenn die SRG die UKW-Sender wirklich abschaltet, wird sie einen Shitstorm erfahren, wie sie ihn noch nie erlebt hat», ist er laut den Tamedia-Zeitungen überzeugt. Sein eigener Sender Radio 1 wird weiterhin auf UKW senden.
 
Dass nur noch zehn Prozent der Hörerinnen und Hörer Radio über UKW hören, ist für Schawinski nicht relevant. Das sei die Zahl derer, die Radio ausschliesslich über UKW empfingen. «Aber die meisten hören mit verschiedenen Geräten an verschiedenen Orten.» Zum Beispiel im Auto. Viele ausländische Autofahrer könnten ab nächstem Jahr in der Schweiz keine Verkehrsmeldungen mehr hören. «Die SRG argumentiert also manipulativ mit falschen Zahlen. Das finde ich stossend», zitieren die Tamedia-Zeitungen Schawinski. Er ist überzeugt, dass Bund und SRG die Digitalisierung «durchwürgen» wollen, weil sich DAB+ nie richtig durchgesetzt habe.
 

«Tages-Anzeiger» – Edgar Schuler: UKW-Abschaltung: «Die SRG wird einen Shit­storm erleben, wie sie noch nie einen erlebt hat»

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