Hält offensichtlich wenig von diesem «Queer-Event»: SVP-Nationalrat Thomas Matter. (Bild: SRF)

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Thomas Matter | 15.05.2024

«Tendenziell sollte die SRG bei einem solchen Queer-Event wohl eher sparsam mit ihren Mitteln umgehen, damit es nicht auf Kosten des seriösen Journalismus geht.»

Kaum hat Nemo den Eurovision Song Contest in die Schweiz geholt, sorgt der ESC hierzulande für Kontroversen. Wenn aus technischen oder finanziellen Gründen kein Privater den ESC in der Schweiz organisieren könne, habe er nichts dagegen, wenn das die SRG übernehme. «Aber der Event muss im Rahmen des ordentlichen Budgets bleiben, es darf sicher keine zusätzlichen Steuergelder dafür geben.» Das erklärt Thomas Matter, SVP-Nationalrat (ZH) und Co-Präsident des Initiativkomitees der Halbierungsinitiative, gegenüber «20 Minuten». «Die SRG muss selbst wissen, wie sie ihr Geld im Rahmen des Service public-Auftrags ausgibt.» Mit seiner Initiative will Matter die Radio- und Fernsehabgabe auf 200 Franken pro Jahr senken und die Gebühren für Unternehmen ganz abschaffen. Gegenüber «20 Minuten » sagte Matter, dass die SRG «diese ESC-Show in den nächsten Monaten und Jahren immer wieder als Parade-Beispiel anführen wird, um gegen unsere Initiative zu werben». Ganz anders sehen das Politiker der Mitte und der SP. Mitte-Nationalrat Martin Candinas erklärte gegenüber «20 Minuten», dass der ESC in der Schweiz «ein Anlass von nationaler Bedeutung» sei: «Der Werbeeffekt wird riesig sein.» Nun zeige sich, dass die Schweiz eine starke SRG brauche. SP-Nationalrat Jon Pult meint: «Wir sprechen von einem der meistgeschauten Events des Planeten. Sparen wäre hier völlig fehl am Platz und kleinkrämerisch.» Solche Veranstaltungen würden zeigen, «wie wichtig öffentlich-rechltiche Fernsehanstalten sind.»

«20 Minuten» – Christof Vuille: Bringen Millionenkosten für ESC-Show die SRG in die Bredouille?

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