Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich mit ungewöhnlich deutlichen Worten an die Medien gewendet: In den sozialen Medien übertöne heute ein Paukenschlag den nächsten und es werde mit reisserischen Headlines um Klicks und Aufmerksamkeit geworben. «Viele Medien sehen in ihrem Überlebenskampf keine andere Möglichkeit, als sich der Logik sozialer Medien zu beugen», zitiert die «Kleine Zeitung» Van der Bellen. Doch Journalismus und Social Media stünden in einem Widerspruch zueinander: «Läuft der Journalismus der Logik dieses neuen Mediums hinterher, schafft sich der Journalismus selbst ab», erklärte der österreichische Bundespräsident an der Verleihung des Kurt-Vorhofer-Preises.
Anlass für die mahnenden Worte waren Falschmeldungen über den Tod von Elfriede Jelinek und die Berichterstattung über den Amoklauf in Graz.
Quelle: «Kleine Zeitung» – Michael Jungwirth Van der Bellen rüffelt heimische Medienzunft
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