Handwerk  Künstliche Intelligenz (KI)

25.03.2026

«Don’t Steal This Book»: Fast 10’000 Autoren protestieren mit leerem Buch gegen KI-Diebstahl

Britische Autorinnen und Autoren wehren sich gegen die Ausbeutung durch die Künstliche Intelligenz: An der London Book Fair haben sie unter dem Titel «Don’t Steal This Book» ein Buch veröffentlicht, das ausser den Namen der Beteiligten keinen Text enthält. Mit dem leeren Buch wollen sie symbolisch Protest gegen die Ausschlachtung geistigen Eigentums durch die KI einlegen.

Die Liste der Unterzeichner liest sich wie der Auszug aus den gelben Seiten über Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Grossbritannien: Von Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro über Bestseller-Autoren wie E.L. James bis hin zu profilierten Sachbuchautoren und Historikern wie Antony Beevor. Auch in der Schweiz bekannte Namen wie Alan Moore, Philippa Gregory oder der Krimi-Autor Richard Osman unterstützen die Kampagne.

Die Initiative richtet sich gegen Tech-Giganten, die ihre Large Language Models mit urheberrechtlich geschützten Büchern trainieren, ohne die Urheber um Erlaubnis zu fragen oder sie zu entschädigen. Die Initiatoren bezeichnen diesen Vorgang als «Diebstahl im industriellen Massstab». Das veröffentlichte leere Buch soll verdeutlichen, was bleibt, wenn Autoren die Kontrolle über ihre Inhalte verlieren: ein leeres Blatt Gleichzeitig generieren die KI-Systeme mit dem Wissen und dem Stil der Schöpfer Profite.

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Die Autoren protestieren dagegen, dass ihre Arbeit als kostenloser Rohstoff für die Firmen im Silicon Valley genutzt wird. Die Kampagne fordert transparente Lizenzmodelle und das Recht auf «Opt-out», damit Werke nicht ungefragt in den Trainingsdatenströmen verschwinden. Die Aktion befeuert auch die Debatte in der Schweiz. Schweizer Autorinnen und Autoren dürften die britische Initiative genau beobachten.

Die vollständige Liste der Autoren: dontstealthisbook.com

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