SRF-Direktor Roger Elsener will die etablierten Marken des Konzerns stärken. (KEYSTONE/Claudio Thoma)

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SRF-Direktor Roger Elsener | 16.08.2026

«Die digitale Welt dreht schneller.»

Im Interview mit seinen ehemaligen Kollegen von CH Media beschreibt SRF-Direktor Roger Elsener den grundlegenden Wandel, vor dem seine Sender stehen. Der Medienkonsum entwickle sich in Richtung kürzerer Inhalte und zeitversetzter Nutzung. Ziel sei es, «unsere starken Brands weiterzuentwickeln, sodass sie auf allen Plattformen funktionieren: live, zeitversetzt, auf den Apps und den Streamingdiensten.»

Denn: «Die digitale Welt dreht schneller», sagt Elsener. «Das bedingt, dass wir mehr testen, mehr versuchen und diese Welt so noch besser kennenlernen.» Er will die etablierten Marken des Senders wie «Tagesschau», «Echo der Zeit», «10 vor 10», «Kassensturz» und «Rundschau» nicht antasten, sie aber fit machen für die digitale Welt. Eine wichtige Rolle soll dabei die neue Streaming-Plattform «Play Plus» spielen. Zu neuen Formaten äussert sich Elsener vage: SRF arbeite an einer Talkshow, «man wird von uns hören». Konkret angekündigt hat er «Für immer WG», ein WG-Format, das Ende August starten soll. Zum Spardruck sagt er, der Stellenabbau werde am Ende rund 900 Stellen umfassen. Er kämpfe jeden Tag dafür, dass es weniger seien.

Elsener ist seit Mai 2026 Direktor von SRF. Zuvor leitete er die Radio- und TV-Gruppe von CH Media sowie den Streamingdienst Zattoo.


Quelle: «Schweiz am Wochenende» – Francesco Benini, Patrik Müller: «SRF-Direktor über neue Sendungen, Spardruck und Patrick Fischer: ‹Ich würde mit ihm jederzeit einen Kaffee trinken›»

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