Noch vor einem Jahr hat er strengere Social-Media-Gesetze abgelehnt: Gavin Newsom während seiner Rede im Bay Area Discovery Museum imkalifornischen Sausalito. (KEYSTONE/AP Photo/Jeff Chiu)

Mediennews

Gavin Newsom | 14.09.2026

«Das ist ein schöner Tag für unsere Kinder.»

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat dreizehn Gesetze zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer im digitalen Raum in Kraft gesetzt. Dazu gehören: ein landesweites Verbot suchterzeugender Funktionen wie Endlosscrolling und Autoplay auf Social-Media-Plattformen für Nutzer unter 16 Jahren; und eine Offenlegungspflicht für Unternehmen, die Chatbots für Minderjährige anbieten. «Das ist ein schöner Tag für unsere Kinder», zitiert ihn die «New York Times». «Es ist ein guter Tag für den Staat Kalifornien.»

Newsom begründete die Gesetze damit, dass Eltern allein ihre Kinder nicht vor mächtigen Algorithmen schützen könnten. Zu Beginn des Jahres hatte er in seiner «State of the State»-Rede die Frage aufgeworfen: «Tun wir genug?» – worauf viele Abgeordnete mit «Nein!» antworteten.

Kalifornien setzt mit dem Massnahmenpaket einen neuen Massstab in den USA. Es folgt auf eine Reihe von Gerichtsprozessen gegen Meta, Snap, TikTok und YouTube sowie auf einen milliardenschweren Vergleich Metas mit 47 US-Bundesstaaten. Newsom befindet sich in seinen letzten Amtsmonaten und erwägt eine Präsidentschaftskandidatur. Eine frühere Version des Chatbot-Gesetzes hatte er noch im Vorjahr abgelehnt.


Quelle: NYT – Technology – Cecilia Kang und Laurel Rosenhall: «California’s Governor Signs Landmark Online Child Safety Bills»

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