Die Ausschreibung für Recherchebeiträge läuft bis Ende März. Bild: Unsplash/Dibakar Roy

Mediennews

20.01.2026

Medienfonds fördert acht Auslandsreportagen 

Der Medienfonds «real21 – Die Welt verstehen» unterstützt acht Recherche- und Reportageprojekte zu wenig beachteten internationalen Themen. Gefördert werden Arbeiten für Schweizer Medien wie «Annabelle», «Beobachter», «NZZ am Sonntag», «Republik» und WOZ. Die nächste Ausschreibung für neue Projekte läuft bis Ende März 2026.

Leihmutterschaft und Menschenhandel in Europa, künstliche Intelligenz und Waldschutz in Indonesien, die humanitäre Krise im Sudan: Das sind Themen, die in den von «real21» für 2025 finanzierten Recherche- und Reportage-Projekten behandelt wurden. Es seien Themen, die, wie der Fonds schreibt, von den Medien vernachlässigt würden. Der Fonds unterstützt acht Projekte mit Beträgen zwischen CHF 2’000 und CHF 5’000. Im letzten Jahr hat der Fonds im Rahmen von je einer Ausschreibung im Frühling und im Herbst 16 Projekte mit insgesamt 50’000 Franken unterstützt.

Die meisten Reportagen befassen sich mit Themen und Regionen, die, wie «real21» schreibt, «selten im medialen Fokus» stehen. Die Medienaufmerksamkeit für bereits wenig beachtete Länder sei weiter gesunken, das habe eine Analyse des fög –Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich kürzlich gezeigt. «Zwar berichten einzelne Medien unterschiedlich stark über das Ausland und Qualitätsmedien widmen sich diesen Themen tendenziell häufiger. Dennoch erschweren schwindende Ressourcen zunehmend die Finanzierung eigener Auslandrecherchen, insbesondere für Themen abseits politischer Krisen», schreibt «real21».  Mit dem Förderungsangebot will «real21» die vernachlässigten Themen und Kooperationen zwischen Schweizer und ausländischen Medienschaffenden gezielt unterstützen.

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Der Verein «real21 – die Welt verstehen» wurde 2015 gegründet vom MAZ. Institut für Journalismus und Kommunikation sowie Alliance Sud, Schweizer Kompetenzzentrum für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik. Mit dem Medienfonds unterstützt «real21» Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort hinter die Schlagzeilen blicken und in Deutschschweizer Medien über Themen globaler Entwicklung berichten. In den letzten zehn Jahren wurden rund 120 Reportagen finanziell unterstützt, die ohne real21 vermutlich nicht zustande gekommen wären, weil die Kosten für die Redaktionen zu hoch gewesen wären.

Der Fonds leistet finanzielle Beiträge bis maximal CHF 10’000 zur Deckung von Recherche- und Reisekosten. Eine unabhängige Fachjury entscheidet über die Vergabe der Mittel, die unter anderem von den Stiftungen Volkart, Temperatio und Vontobel bereitgestellt wurden. Die nächste Ausschreibung läuft bis zum 31. März 2026.
Informationen: real21.ch

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