Der massenhafte Einsatz von KI-Bildgeneratoren ist mit Klimazielen kaum noch vereinbar. (Bild: Edito/mz/ChatGPT/Claude)

Handwerk  Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz und Umwelt | 11.06.2026

KI-Bilderstellung verbraucht tausendmal mehr Energie als einfache Textverarbeitung

Generative Künstliche Intelligenz hat einen massiven ökologischen Fussabdruck, der bislang kaum in der öffentlichen Debatte angekommen ist. Das belegt ein neuer Bericht der United Nations University. Der Einsatz von Bildgeneratoren verbraucht besonders viel Energie. Bis 2030 dürfte der Stromverbrauch durch KI-Anwendungen auf rund 945 Terawattstunden pro Jahr steigen. Für Verlage und Medienschaffende, die auf Nachhaltigkeit setzen, wird das zur wachsenden Herausforderung.

Das Generieren eines einzigen KI-Bildes verbraucht im Schnitt über tausendmal mehr Energie als eine einfache Textklassifizierung. Die Energieintensität variiert je nach Anwendungsart enorm. Wer Bildgeneratoren grossflächig einsetzt, trägt überproportional zum Energieverbrauch bei.

Enorme Bandbreite zwischen Anwendungsarten

Der Bericht der United Nations University zeigt, dass nicht alle KI-Anwendungen gleich sind. Einfache Aufgaben wie das Klassifizieren von Texten fallen energetisch kaum ins Gewicht. Multimodale Anwendungen, die Bilder, Videos oder Audio erzeugen, hingegen schon. Die Autoren schliessen damit eine Lücke in der Nachhaltigkeitsdebatte rund um digitale Technologien.

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Die prognostizierten 945 Terawattstunden für das Jahr 2030 entsprechen dem Stromverbrauch ganzer Länder. Das Wachstum generativer KI hat demnach nicht nur wirtschaftliche und gesellschaftliche, sondern auch ökologische Folgen.

Neue Dimension für Green Publishing

Für Medienhäuser und Agenturen, die sich einem nachhaltigeren Betrieb verpflichtet haben, stellen sich konkrete Fragen. Der massenhafte Einsatz von KI-Bildgeneratoren ist mit Klimazielen kaum noch vereinbar. Der Bericht der United Nations University liefert damit die Grundlage, den Einsatz von Werkzeugen im Redaktionsalltag nicht nur nach Effizienz und Kosten, sondern auch nach ökologischen Kriterien zu beurteilen. Die Ergebnisse wurden am 4. Juni 2026 über «UN News» veröffentlicht.


QUELLE

United Nations University: Bericht zu Umweltkosten generativer KI. Veröffentlicht via UN News, 4. Juni 2026.

Medienartikel: UN News: «Generative AI set to consume as much electricity as entire countries by 2030, UN University warns»

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