KI verändert die Art und Weise, wie Künstler:innen arbeiten.

Handwerk  Künstliche Intelligenz (KI)

Kreativitätsforschung | 05.05.2026

KI verändert die kreative Arbeit in Unternehmen

Künstliche Intelligenz beeinflusst die Arbeitsweise von Kreativschaffenden massiv. Das bestätigt eine Untersuchung des US-Beratungsunternehmens Gallup. KI-Technologien übernehmen vor allem repetitive Aufgaben und beschleunigen die Entwurfsphase. Viele Fachkräfte befürchten jedoch eine Entwertung ihrer handwerklichen Fähigkeiten. Die Gallup-Studie kommt deshalb zum Schluss, dass Unternehmen die Einführung von KI-Werkzeugen strategisch begleiten sollten.

Die Integration von KI in kreative Prozesse schreitet in US-Unternehmen schnell voran. Rund 40 Prozent der Arbeitnehmenden in kreativen Rollen nutzen die Technologie mittlerweile regelmässig. Der Fokus liegt dabei auf der Generierung von Ideen und der Erstellung erster Entwürfe. Die Unterstützung dieser Arbeiten durch KI spart Zeit bei der Recherche und bei administrativen Vorarbeiten. Die gewonnene Zeit investieren die Kreativschaffenden vermehrt in die Verfeinerung ihrer Konzepte.

Werbung

Ein grosser Teil der Befragten äussert Skepsis gegenüber der Qualität der KI-Erzeugnisse. Viele Fachkräfte sehen die Einzigartigkeit ihrer Werke durch standardisierte Algorithmen bedroht. Sie fürchten, dass die menschliche Intuition in den Hintergrund rückt. Gleichzeitig steigt der Druck, in kürzerer Zeit mehr Output zu generieren. Die technologische Entwicklung verändert somit das Berufsbild und die Erwartungen der Auftraggeber.

Herausforderungen für das Management

Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, klare Richtlinien für den KI-Einsatz zu definieren. Nur eine Minderheit der Unternehmen verfügt bisher über verbindliche Strategien. Das führt zu Unsicherheiten bei Urheberrechtsfragen und ethischen Standards. Gallup empfiehlt eine offene Kommunikation über die Ziele der KI-Einführung. Das Vertrauen der Belegschaft ist entscheidend für den Erfolg der digitalen Transformation.

Die Gallup-Studie betont den Wert der menschlichen Komponente in der Kreativwirtschaft. KI diene primär als Werkzeug und ersetze das künstlerische Urteilsvermögen nicht. Fachkräfte müssten deshalb lernen, die Technologie als Ergänzung zu ihren Fähigkeiten zu begreifen. Fortbildungsmassnahmen spielen dabei eine zentrale Rolle. Nur durch kontinuierliche Weiterbildung bleibe die Wettbewerbsfähigkeit der Kreativen erhalten.


Quelle
AI Is Changing Creative Work — and the Arts Aren’t Disappearing, Gallup

Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* = erforderlich

 

Edito exklusiv

Edito-Academy: Webinar

 

Praxisnahe Weiterbildung rund um KI, Tools und digitale Trends auf der neuen Plattform

 

academy.edito.ch

Werbung
EDITO en français
Aktuelle Ausgabe