Handwerk  Künstliche Intelligenz (KI)

11.12.2025

Medien-Trendmonitor 2025: KI ist Werkzeug, nicht Autor

70 Prozent der Journalistinnen und Journalisten nutzen KI-Tools für ihre Arbeit. Zum Einsatz kommen die KI-Werkzeuge vor allem für Übersetzungen und Transkriptionen, also für die Weiterverarbeitung von bestehenden Inhalten. Bei der Kreation vertrauen die Medienschaffenden lieber auf sich selbst. Viele Medienschaffende sehen die Entwicklung kritisch und befürchten, dass Desinformationen durch den Einsatz von KI weiter zunehmen könnten. Das ist das Resultat des Medien-Trendmonitor 2025 von news aktuell. Mehr als 1’000 Journalistinnen und Journalisten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich haben an der Umfrage der dpa-Tochter teilgenommen.

Am häufigsten setzen Journalistinnen und Journalisten KI-Tools für Übersetzungen und Transkriptionen ein. Aber auch bei der Recherche und Datenanalyse sowie bei automatischen Zusammenfassungen und Alerts ist KI stark verbreitet. Immerhin 61 Prozent nutzen die Tools intensiv für gemeinsames Ideenbrainstorming. Für die Texterstellung wird Künstliche Intelligenz bisher eher zögerlich herangezogen: Nicht mal die Hälfte der Befragten lassen KI an ihre Texte.

Noch seltener kommt Künstliche Intelligenz in kreativen oder publikumsnahen Bereichen zum Einsatz. So geben 90 Prozent der antwortenden Medienschaffenden an, dass KI-Tools bei Audio-Produktionen und Podcasts weniger stark im Einsatz sind. Auch Community-Management ist weiterhin fest in menschlicher Hand.

Trotz des breiten Einsatzes sehen viele Journalistinnen und Journalisten die Nutzung von KI auch kritisch. Besonders gross ist die Sorge vor einer weiteren Zunahme von Fake News und Desinformationen. Zudem befürchten viele Befragte, dass KI das kritische Hinterfragen und die textliche Qualität langfristig beeinträchtigen könnte. Mehr als die Hälfte nennt ausserdem den Vertrauensverlust der Leserinnen und Leser sowie Unklarheiten bei Urheberrechten als zentrale Herausforderungen.

Quelle: Medien-Trendmonitor 2025

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