Mit ihrem Film «Die Heldin» zieht die Schweiz ins Rennen um den Oscar für den besten internationalen Film: Die Aargauer Regisseurin Petra Volpe ist damit nach «Die göttliche Ordnung» (2017) bereits zum zweiten Mal von der Schweiz für den Auslandsoscar nominiert. Im Interview mit der NZZ sagt Petra Volpe: «Wir leben in einer sehr antiintellektuellen Zeit. Das kritische Denken verarmt.»
Sie sei nicht gegen künstliche Intelligenz, aber die KI «macht uns faul». Denken sei anstrengend, man müsse sich bewusst dafür entscheiden. «Wir haben das Wissen der Welt in unseren Händen, und gleichzeitig verarmen wir geistig und emotional, weil wir dauernd abgelenkt werden. Uns fehlt der Fokus für Empathie und Kritik, und das lähmt uns.» Es sei «aufreibend und erschöpfend», sich mit den Kriegen und Problemen auf der Welt auseinanderzusetzen. «Das Mindeste, was wir tun sollten, ist, uns dem nicht zu verschliessen. Wenn wir innerlich auschecken und keine Empathie mehr zulassen, sieht die Zukunft wirklich düster aus. Nur noch vereinzelt und stumpf in unsere Geräte starren – was ist das für eine Existenz?»
Quelle: Neue Zürcher Zeitung – Nadine A. Brügger «Erst im Ausland habe ich verstanden, wie schweizerisch ich bin»
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