«Blattmachen ist für mich wie das Dirigieren einer Oper»: Jean-Pierre Ritler, Studienleiter am MAZ, freier Journalist und Blattmacher bei «Gesundheit Sprechstunde» (Bild: Valerio Ritler)

Handwerk  Berufsgeheimnis

Blattmacher Jean-Pierre Ritler | 02.11.2026

Was ein stimmiges Werk braucht

Blattmachen ist für mich wie das Dirigieren einer Oper. Mit vielen Instrumenten soll ein stimmiges Werk entstehen, das einer Dramaturgie folgt, Rhythmus hat, leise und laute Momente kennt, überrascht und neugierig macht.

Was es dazu braucht? Zunächst gute Player, sprich Journalistinnen und Journalisten. Das Allerwichtigste dabei: Behandle sie gut, vor allem die Freien! Honorare, Deadlines und Umgangston müssen stimmen. Dazu kommt ein präziser Redaktionsplan, in den ich viel Zeit investiere. Wie auch in die exakten Briefings an die Journis, das spart viel Zeit in der Produktion.

Am Schluss die Feinarbeit: Sind die Texte gut? Stimmen Namen, Daten und Fakten? Habe ich die besten Titel und Leads gefunden? Hat jedes Bild eine Legende? Sitzt der Flattersatz? Da steckt der Teufel im Detail. Klappt das alles, entsteht ein Gesamtwerk, das wie eine gute Oper die Leser:innen begeistern kann.


Jean-Pierre Ritler ist Studienleiter am MAZ, freier Journalist und Blattmacher des neu lancierten Magazins «Gesundheit Sprechstunde».

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