Bernie Sanders, unabhängiger und kämpferischer Senator aus Vermont, will bei KI-Rechenzentren auf die Bremse treten: Gemeinsam mit Alexandria Ocasio-Cortez hat er im Senat den AI Data Center Moratorium Act eingebracht. Das Gesetz sieht keine dauerhafte Sperrung vor, sondern einen befristeten Baustopp, um mehr Forschung zu erlauben und staatliche Mitsprache zu sichern. Im Interview mit dem «New Yorker» erklärte er: «Wir können es Herrn Musk und einer Handvoll Multimilliardäre nicht gestatten, die Zukunft der Menschheit zu bestimmen.»
Im Gespräch mit David Remnick begründet Sanders seinen Vorstoss mit ökologischen und sozialen Bedenken. Er sagt, grosse Technologiekonzerne drängten sich in kleine Gemeinden, richteten grosse Umweltschäden an und bedrohten knappe Wasservorräte. Die KI- und Robotik-Revolution bewege sich «blitzschnell» und werde jeden Menschen betreffen. Sanders fragt, was diese Entwicklung für Arbeitnehmer, die Umwelt, Kinder, Privatsphäre und Demokratie bedeute und ob eine künstliche Intelligenz, die klüger ist als der Mensch, zur Existenzbedrohung werde. Im Senat werde darüber kaum ernsthaft debattiert.
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Über sein Gespräch mit OpenAI-Chef Sam Altman sagte Sanders, dieser sei «ein sehr guter Verkäufer». Altman habe unter anderem davon gesprochen, die Amerikaner am KI-Gewinn zu beteiligen. Gleichzeitig würden OpenAI und andere KI-Unternehmen grosse Summen für Wahlkampfspenden ausgeben, damit der Kongress die nötigen Schritte nicht unternehme.
Sanders plädiert deshalb für einen amerikanischen KI-Staatsfonds, der der Öffentlichkeit Mitsprache in den Führungsgremien der grossen KI-Unternehmen verschafft. «Ich möchte, dass die Gewinne aus der KI den einfachen Amerikanern zugutekommen, nicht nur Herrn Musk und Herrn Bezos.», sagt er. «Am Ende ist es keine Frage der Generationen, sondern der Ideologie. Es geht darum, auf welcher Seite man steht.»
Quelle: «The New Yorker» – David Remnick: «Bernie Sanders Takes On Data Centers»



